Ein Besuch auf Schloss Neuenstein

Das Schloss Neuenstein, idyllisch in gleichnamiger, verträumter Kleinstadt gelegen, ist weit mehr als ein historisches Bauwerk. Es thront als eindrucksvolles Monument der Hohenloher Geschichte, das seine Besucher auf eine spannende Zeitreise mitnimmt. Ursprünglich im frühen 13. Jahrhundert als Wasserburg auf einem Sandsteinfelsen erbaut, wurde die Anlage später zur prächtigen Renaissance-Residenz der Grafen und Fürsten zu Hohenlohe. Das Schloss ist heute Teil der touristisch bedeutsamen Burgenstraße.


Eindrücke aus dem Hohenlohe-Museum

Seit 1878 beherbergt das Schloss das Hohenlohe-Museum und besticht durch seine eindrucksvollen und prachtvollen Räume:

  • Der prachtvolle Rittersaal: Als kultureller Mittelpunkt der Anlage beeindruckt der 41 Meter lange Rittersaal mit seiner bemalten Holzkassettendecke und der reichhaltigen Ausschmückung mit Waffen, Rüstungen und Trophäen.
  • Die alte Schlossküche: Ein besonderes Highlight ist die spätmittelalterliche, voll funktionsfähige Schlossküche, die zu den größten und am besten erhaltenen ihrer Art in Europa zählt und einen tiefen Einblick in das höfische Leben vergangener Jahrhunderte bietet. Ein historischer Küchenwagen ist ebenfalls zu sehen.
  • Das Kuriositätenkabinett: Das Kunst- und Raritätenkabinett ist ein faszinierender Raum. Neben kostbaren Kunstwerken und historischen Erinnerungsstücken findet man hier überraschende Kuriositäten. Die Familiengeschichte des Hauses Hohenlohe wird hier durch Stammbaum-Darstellungen und ein detailliertes Schloss-Modell lebendig.

Die Unternehmer-Fürsten und die Schlesien-Verbindung

Die Geschichte der Fürsten zu Hohenlohe ist nicht nur regional verwurzelt. Ein Abkömmling der Familie, Fürst Christian Kraft zu Hohenlohe-Oehringen (1848–1926), erlangte überregionale Bedeutung. Er war ein angesehener Unternehmer und unterhielt große Bergwerke in Schlesien (Oberschlesien), was auch den Einfluss und Reichtum des Hauses während des 19. und frühen 20. Jahrhundert verdeutlicht. Es war allerdings Fürst Christian Kraft selbst, der das Schloss Anfang des 20. Jahrhunderts umfangreich restaurieren und in seinen heutigen Prunkzustand versetzen ließ.


Der verträumte Ort Neuenstein und seine Geschichte

Die Stadt Neuenstein selbst wirkt verträumt und fügt sich überaus stimmig in das historische Ambiente der Region ein.

  • Die Stadtgeschichte: Ursprünglich im frühen 13. Jahrhundert als staufische Wasserburg gegründet, kam die Anlage um 1300 an die Grafen von Hohenlohe. Die Stadt Neuenstein entwickelte sich östlich der Burg, und die Hohenlohe erhielten 1351 das Recht, den Ort zur Stadt auszubauen.
  • Die Stadtkirche: Direkt neben dem Schloss prägt die evangelische Stadtkirche Neuenstein mit eindrucksvollem Turm das Stadtbild. Die Kirche diente früher als Grablege der Herrscherfamilie.
  • Der Schlosspark: Die wunderschönen Anlagen im ehemaligen Burggraben und der Park sind für die Öffentlichkeit leider nicht frei zugänglich.

Wichtige Besucherinformationen (Achtung Öffnungszeiten)

Der Eintritt in das Hohenlohe-Museum ist ausschließlich mittels Führung möglich. Die Dauer der Führung beträgt in der Regel ca. 60 Minuten.

Führungen und Öffnungszeiten
ÖffnungstageAusschließlich an ausgewählten Sonn- und Feiertagen (bitte prüfen Sie den offiziellen Kalender online, da die Öffnung nur an spezifischen Terminen erfolgt).
ZeitenAn den Öffnungstagen in der Regel von 12:00 – 17:30 Uhr.
ErreichbarkeitNeuenstein ist auch bequem mit dem Bus ab Öhringen erreichbar.
GruppenführungenFührungen können jederzeit für Gruppen ab 20 Personen gebucht werden.
Alternative PauschaleFür kleinere Gruppen kann eine Führung alternativ für eine Pauschale (aktuell ca. 180,- €) gebucht werden (Mindestbetrag für eine Führung).

🐦🦉🌄🦉🐦

Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte sowie weiterführenden Informationen.

🦅

Unterwegs – meine Sommerreise 2025

Der Sommer 2025 steht für uns ganz im Zeichen der Burgen. Als Liedermacher mache ich mich mit anderen auf den Weg, um historische Mauern, weite Ausblicke und die Geschichten vergangener Zeiten zu erleben und dabei neue Menschen kennenzulernen. Unser Projekt trägt den Titel „Unterwegs zu Burgen“. Wir freuen uns, diesen Weg mit Euch zu teilen.

Einen besonderen Ort habe ich bereits fest eingeplant: Burg Rothenfels am Main. Die Burg wird heute als Jugendherbergen genutzt und bietet damit nicht nur Übernachtungsmöglichkeiten, sondern auch eine Atmosphäre voller Geschichte und Begegnung. Auf der Burg Rothenfels habe ich eine Bündelzeit verbracht.

Meine Reise soll uns noch zu vielen weiteren Burgen führen. Ich nehme Kontakt mit der Burgenstraße auf, die zahlreiche Burgen in Süddeutschland miteinander verbindet. Unterwegs beabsichtige ich, zu fotografieren, mit Menschen ins Gespräch kommen und die Orte in Liedern festzuhalten. Manchmal geschieht das ganz spontan, manchmal via kleinem Auftritt, ganz so, wie es stimmig sein wird.

Auf unserer Webseite „Unterwegs“ zeigen wir angesteuerte Burgen, indem ich darüber schreibe, wie wir sie erleben. Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, wie Ihr selbst eine solche Burg erleben würdet. Dazu habe ich Euch allerhand zu erzählen, besonders von meinen Erfahrungen als Liedermacher. Von einem der reist, aber auch verweilt, natürlich auch aus Sicht von Mitreisenden, die vielleicht mal mit mir mitkommen.

Zwischen alten Mauern, in hübschen Städtchen und auf Burghöfen entstehen neue Gedanken, Bilder und Melodien. Auf Eure Rückmeldungen und eigene Erfahrungen bin ich ebenso gespannt und lade Euch herzlich dazu ein, mich auf dieser musikalischen Spurensuche zu begleiten.

Auch in den Folgejahren werde ich unterwegs sein. Weiterhin sortiere ich auf der Webseite auch nach Ländern mit spannenden Burgen. Lasst uns nun gemeinsam in meine Erlebnisse eintauchen!

Durch den Schwerpunkt Burgreisen im Jahr 2025 konnte ich viele Inhalte beisteuern. Immer, wenn ich unterwegs bin, werde ich Burgen beleuchten.

🐦🦉🌄🦉🐦

Die Links innerhalb des Textflusses führen zum entsprechenden Ort auf der Weltkarte sowie zur entsprechenden Webseite.

Touristenmagnet und Energieort Rothenburg ob der Tauber

Letzte Station mit dem Deutschlandticket. Und ausgerechnet hier, wo ich wieder eine Burg beschreiben möchte, steht heute keine mehr – zumindest nicht in Stein und Zinnen. Was bleibt? Eine Stadt, die wie eine mittelalterliche Festung wirkt: eine vollständig ummauerte Altstadt, mächtige Tore, Türme an jeder Ecke. Rothenburg zeigt, dass im Wort Burg oft mehr Geschichte steckt als Gebäude. Ich bin mit der Bahn angereist, wünsche mir eine Modernisierung am Umstiegs-Bahnhof Steinach. In Rothenburg wäre es schön, wenn dem Bahnhof wieder Leben eingehaucht würde.

Stand da einmal eine Burg?

Ja … oberhalb des Taubertals lag einst die hochmittelalterliche Burg der Herren von Rothenburg. Nach schweren Beschädigungen durch ein *Erdbeben im 14. Jahrhundert verfiel sie allmählich. Auf dem Areal spaziert man heute auch durch den Burggarten: Linden, Sichtachsen, eine Brücke über den ehemaligen Graben und der Blick hinunter ins Tal. Das Burgtor markiert immer noch den Zugang zur einstigen Anlage. Die Burg ist fort, ein einzigartiges Gefühl von Wehrhaftigkeit geblieben.

Ich bin gerne durch die Stadt spaziert, überall das mittelalterliche Flair und die schönen Ausblicke.

Im RothenburgMuseum habe ich an einer Führung teilnehmen können, neun Erinnerungsstationen an den Bauernkrieg 1525 sind in die Ausstellung integriert.

Das Mittelalter wird lebendig … und auch ein Verständnis für jene Zeit und einschneidende geschichtliche Änderungen. Nicht mehr die brandschatzenden Bauern werden gesehen, sondern vielmehr ein Kampf für Menschenrechte, wie ich in einem Beitrag beleuchtet habe.

Stadtbefestigung: der begehbare Schatz

Rothenburg ist eine der wenigen Städte, deren Stadtmauer man auf langen Abschnitten begehen kann.
Meine Lieblingsbogen:

  • Galgentor: (Norden): Einstieg auf den Wehrgang, Ziegeldach überm Kopf, Schießscharten im Blick.
  • Rödertor: Torhaus mit Turm: Wer hochsteigt, sieht die roten Dächer im Teppichmuster.
  • Spitalbastei: gewaltige Anlage mit Doppeltor: Lehrbuch der Festungsarchitektur.
  • Burgtor & Burggarten: Abschluss mit Panorama über Tauberbrücke und Weinberge.

Wer mag steigt noch hinunter zur Doppelbrücke im Taubertal und erlebt die Stadt aus der Perspektive möglicher „Eroberer“.

Auf der Burgenstraße – und eine Idee namens „Burgenschiene“

Rothenburg liegt an der Burgenstraße, jener Reiseachse zwischen Neckar, Franken und Böhmen, gesäumt von Burgen, Schlössern und Stadtmauern. Hier versteht man: Eine „Burg“ kann auch eine befestigte Stadt sein.

Und weil ich mit dem Deutschlandticket unterwegs bin, drängt sich ein Gedanke auf: Weshalb nicht eine „Burgenschiene“ kuratieren? Eine Bahnroute verbindet Mauerstädte und Höhenburgen und bietet dabei klare Umstiegsorte, kurze Fußwege und Tipps zu jenen Passagen, die via Bus ergänzt werden.

Touristischer Hotspot – und Begegnungen

Rothenburg ist sehr beliebt. Das bringt Trubel – aber auch Chancen mit sich. Zwischen Plönlein-Selfies und Caféterrassen, mit Ehrenamtlichen auf dem Wehrgang, mit Ladenbelegschaft, die die Stadtmauer täglich erblicken entstehen Gespräche. Aber oft auch mit Reisenden, die hierher gelangen, um Vergangenheit im Gehen zu erleben – genau wie ich. Mein Tipp: frühmorgens über die Mauer, spätabends im Burggarten spazieren. Zu dieser Zeit gehört das Steinschnaufen der Geschichte fast dir allein. Vielleicht singe ich hier folgendes Lied;

Mini-Guide für deinen Rundgang

Fazit

Rothenburg offenbart, wie eine Stadt auch Burg sein kann. Mauern, Tore und Basteien bilden ein Ensemble, das direkt aus einem Geschichtsbuch stammen könnte, und auf dem man gehen darf. Für die Burgenstraße ist Rothenburg Schaufenster und Scharnier. Für meine Reise mit dem Deutschlandticket ist es ein leiser Schlussakkord – und vielleicht der Auftakt zur Burgenschiene. Ein Projekt auf Bierreisen ist gestartet, die Bierschiene.

Rothenburg habe ich als sehr angenehme Stadt mit freundlichen Menschen und vielfältigen Geschäften erlebt. Der Tourismus in der Stadt ist belebt, doch selbst an einem sonnigen Sonntag erträglich. Es gibt viele Anlaufpunkte für die Touristen, die sich gut in der Stadt verteilen.

Ich habe die Gastfreundschaft genossen, fein gegessen und mich mit Bewohnern unterhalten. Sie wissen den Tourismus sowie die Gastronomie zu schätzen und auch, dass ihre Lebenshaltungskosten günstig sind. Und das wohl an einem der schönsten Kleinode in Europa.

🕯🪔🕯🪔🕯🪔🦉🪔🕯🪔🕯🪔🕯

Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.

*Es herrscht in der Forschung keine Einigkeit darüber, wie stark die Schäden durch fragliches Erdbeben tatsächlich waren.

Kleiner Ausflug zum Rittertum

Wer Burgen besucht, trifft überall auf Ritter: auf Wappen, in Sagen, auf Infotafeln. Aber: Wer oder was genau war ein Ritter? Woher kommt der Name, wie lange gab es Ritter – und was hat es mit den Raubrittern auf sich? Hier die kurze, klare Einordnung für Ihren und Deinen nächsten Burg-Besuch.


Was ist ein Ritter?

Ein Ritter war im Mittelalter ein berittener, gerüsteter Krieger aus dem Adel (oder dem ritterlichen Niederadel). Ritter waren nicht nur Kämpfer, sondern auch Teil einer sozialen Ordnung. Sie standen in Lehnsbeziehungen, hatten Rechtspflichten inne, leisteten Hofdienst und verkörperten das Ideal der „ritterlichen Tugenden“ (Ehre, Tapferkeit, Schutz der Schwachen). All dies wurde in Literatur und Turnieren gepflegt.


Wo kommt dieser Name her?

„Ritter“ leitet sich von reiten ab (ahd. rittar): wörtlich also „der Reiter“.
Spannend im Sprachvergleich ist:

  • frz. chevalier (von cheval, „Pferd“),
  • lat. miles (Soldat),
  • engl. knight (urspr. „Knecht/Jüngling“, später der Stand).

Überall schwingt das Pferd mit: Ein Ritter ist ein professioneller Reiterkrieger.


Wie lange gab es Ritter?

  • Entstehung: 9.–11. Jahrhundert, als sich gepanzerte Reiter als Elitewaffe etablierten.
  • Hochzeit: 12.–13. Jahrhundert: Burgen, Turniere, Kreuzzüge, Minnedichtung.
  • Wandel & Ende: Ab dem 14. Jahrhundert verdrängen Langbogen, Armbrust und später Feuerwaffen die schwere Reiterei. Um 1500–1600 wurde der Ritter als militärische Elite überholt.
  • Heute: Der Titel lebt in Orden oder als Ehrung fort, aber ohne die mittelalterliche Kriegerrolle.

Was waren „Raubritter“?

„Raubritter“ ist ein später Begriff für jene Ritter, die in der Krise des späten Mittelalters ihre Macht missbrauchten. Ursachen dafür waren sinkende Lehnseinkünfte, Aufstieg der Städte und Geldwirtschaft.
Manche Ritter finanzierten sich durch:

  • Überfälle auf Kaufleute,
  • Erpressung von Wegzöllen,
  • Entführungen gegen Lösegeld.

Oft geschah dies unter dem Deckmantel der Fehde. Raubritter belagerten und zerstörten auch viele Burgen. Bekämpft wurden Raubritter durch Landfrieden, Reichsgerichte und Städtebünde.


Don Quichotte: das literarische Ende des Rittertums

Ein letztes, berühmtes Kapitel schreibt Miguel de Cervantes 1605/1615 mit seinem Roman „Don Quichotte“. Die Hauptfigur, ein verarmter Landadliger in Spanien, glaubt noch an die hohen Ritterideale, zieht mit Lanze und Pferd „Rosinante“ in Abenteuer und kämpft bekanntlich gegen Windmühlen. Cervantes machte sich damit liebevoll und kritisch über die überholten Ideale lustig.

Sein Werk gilt als Abgesang auf das Rittertum: Während Burgen militärisch veralten, lebt das Bild vom edlen Ritter nur noch in Literatur und Fantasie weiter.


Wichtig zugunsten von Burgreisenden

  • Ritter = «Reiterkrieger & Stand», ein kulturelles Ideal, mehr als nur „Panzer auf Pferd“.
  • Name stammt vom Reiten – Europaweit drehte sich alles ums Pferd.
  • Zeitspanne: ca. 10.–16. Jahrhundert als militärische Elite.
  • Raubritter = Krisensymptom einer Umbruchszeit.
  • Don Quichotte = literarischer Schlusspunkt; Ritter verbleiben im Reich der Geschichten.

Wenn du oder Sie das nächste Mal eine Burg besuchen, denkt daran: Hinter jedem Zinnenkranz stecken Geschichten von Ehre, Macht und Umbruch – und irgendwo lächelt Don Quichotte, der letzte Ritter der Fantasie. 🛡️⚔️🏰⚔️🛡️

🛡️ ⚔️🛡️🕯🪔🕯🪔🕯🪔🦉 🪔🕯🪔🕯🪔🕯 🛡️⚔️🛡️

Sprachreise zur Burg

Wer Burgen liebt, spürt es sofort: dicke Mauern, schwere Steine, ein Tor, vielleicht ein Graben, eine Zugbrücke, Wälle, Ritterrüstungen aus Eisen und Stahl, meist auf einer Anhöhe liegend. All dies vermittelt ein einzigartiges Gefühl von Schutz. Bemerkenswert ist, wie eine ganze Wortfamilie einzelne Facetten genau dieses Gefühls beinhaltet. Diese Wortsippe begegnet uns im Alltag ständig: Burg, Bürger, bürgen, borgen und sogar bergen und Geborgenheit.

Wo alles beginnt: die Burg

Am Anfang steht die Burg, der befestigte Ort. Seit jeher ein Platz der Sicherheit. Burgen waren Rückzugsorte, Machtzentren, Marktplätze. Aus diesem geschützten Ort entwickelte sich mehr als Stein und Mörtel: eine Idee.

Vom Mauerring zur Mitbürgerschaft

Aus der Burg entstand die Stadt, und aus den Bewohnern wurden Bürger, was wörtlich «der zur Burg gehörende Mensch» bedeutete.. Im Laufe der Zeit erhielt der Begriff „Bürger“ eine soziale Bedeutung: Rechte, Pflichten, Teilhabe. Heute klingt im Wort Bürger immer noch an, dass die entsprechende Gemeinschaft Schutz nicht durch Mauern, sondern durch Regeln und Vertrauen gewährt.

bürgen: für Sicherheit einstehen

Wer bürgt, verspricht: Ich stehe dafür ein. Die juristische Bezeichnung Bürgschaft und das Wort Burg haben denselben sprachlichen Ursprung: Sicherheit. Wo früher Mauern schützten, ist es heute ein Wort, eine Zusage, eine Unterschrift.

bergen & Geborgenheit: das warme Echo der Burg

bergen heißt „in Sicherheit bringen“. Wer sich geborgen fühlt, ist auch geschützt.. Es ist das weiche, menschliche Echo der harten Steinmauern: Geborgenheit. Vielleicht der schönste Grund, weshalb wir Burgen besuchen: Wir suchen Geschichten und zugleich einen Hauch von diesem Gefühl.

borgen: der Nachbar im Worthaus

borgen kann anfänglich wie ein Fremdgänger wirken. Allerdings hängt es historisch tatsächlich am Pfand und an der Bürgschaft: Man leiht unter Sicherheit. Im heutigen Gebrauch ist „borgen“ schlicht oft nur noch „leihen“. Die Idee der Sicherheit ist leiser geworden; aber sie war einst laut.

Wortfamilie auf einen Blick

  • Burg – der geschützte Ort
  • Bürger – der (ehemalige) Burg-/Stadtbewohner
  • bürgen / Bürgschaft / Bürge – Sicherheit versprechen
  • bergen / geborgen / Geborgenheit – in Sicherheit bringen, sich sicher fühlen
  • borgen – (urspr.) unter Pfand/Bürgschaft leihen.

Ein Blick über den Graben: borough & borrow

Auch im Englischen hallt die Burg der germanischen Sprache nach: deutlich steckt «borough» im selben Stamm. Die Idee der Sicherheit, die mit der Burg verbunden ist, lebt im Englischen aber nicht nur in «borough«, sondern auch im Wort «borrow» weiter – allerdings über einen anderen sprachlichen Weg.

Weshalb das für Reisende spannend ist

Wer heute eine Burg besucht bewegt sich nicht nur durch Historie, sondern auch durch Bedeutung. Von Schutz erzählen deren Mauern, vom Bürger-Sein die Stadt, Bürgschaften von Verträgen, Geborgenheit vom Herzen. Und selbst, wenn wir uns «nur» etwas borgen, ist die Burg als Idee nicht weit.

Vielleicht liegt darin der Zauber einer Burg, dass sie ist nicht nur Bauwerk, sondern auch Wortwerk ist. Ein Ort, der unsere Sprache geprägt hat – und unser Verständnis davon, wie wir miteinander leben.

🕯🪔🦉🪔🕯

Das Wort Burg stammt aus dem protogermanischen Wort burgz, was (neben befestigter Ort) auch Anhöhe bedeutet. Es ist daher mit Wörtern in anderen germanischen Sprachen verwandt.

🕯🪔🕯🪔🕯🪔🦉🪔🕯🪔🕯🪔🕯

Hohernzollernresidenz Cadolzburg

Die Burg Cadolzburg westlich von Nürnberg ist eine der eindrucksvollsten Anlagen Frankens und heute ein modernes Erlebnismuseum. Mir gefiel besonders die interaktive Ausstellung und der Wildblumengarten am Burgberg.
Alles am selben Ort: Mittelalter spüren, Aussicht genießen, geniesserisch Kräuter entdecken;

Geschichte in Kurzform

  • Erstnennung 1157, seit dem 13. Jh. Sitz der Burggrafen von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern; damit politisches Zentrum im Frankenland. (burg-cadolzburg.de)
  • Die Burg wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs schwer zerstört, und es dauerte lange, bis sie später wiederaufgebaut wurde; 2017 öffnete das neue Burgerlebnismuseum.

Die Burg heute: Mauern, Höfe, Weitblick

Die weitläufige Anlage, bestehend aus Rundmauern, Torbau, Neuem Schloss (Palas) und Vorburg, bietet mit ihren Innenhöfen wunderbare Gelegenheiten zum Schlendern und Fotografieren. Von den Terrassen aus blickt man über den Rangau.

Burggarten & Wildblumen

Direkt am Burgfelsen liegt ein historischer Burggarten mit Beeten für Kräuter, Färber- und Heilpflanzen, alten Getreiden (Emmer, Dinkel, Champagnerroggen) und – je nach Saison – üppigen Blüten. Eintritt: frei. (NN.de)

Ausstellung „HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“

Das Museum schlägt eine Brücke zwischen Mittelalter und Gegenwart durch Medienstationen, Spiele, Fühlstationen, Originalobjekte und aufwendige Reproduktionen. Sogar Virtual-Reality und eine App für den Besuch in der Vorburg kommen zum Einsatz. Ich fand das sehr gelungen: verständlich, unterhaltsam, wertig inszeniert.

Die Themenauswahl, darunter Hofstaat & Alltagsleben, Kochen und Repräsentation, Recht & Politik der Hohenzollern sowie Krieg & Turnier, ist anschaulich über mehrere Etagen aufbereitet.

Tipp: Sonder- und Wechselausstellungen setzen immer wieder neue Akzente, wie aktuell etwa zu Frauenfiguren der Dynastie. Ich besuchte auch die Hoherzollernburg in Sigmaringen, die heute noch dem gleichen Herrscherhaus gehört. 

Praktisch vor Ort

  • Anreise ÖPNV: Mit der Rangaubahn ab Fürth (werktags halbstündlich, am Wochenende stündlich) bis Cadolzburg; von dort zirka 20 Minuten zu Fuß hinauf zur Burg. 
  • Öffnungszeiten & Tickets: Saisonabhängig; Details & Kombitickets direkt bei der Bayerischen Schlösserverwaltung erhältlich. (Der Burggarten ist ganzjährig frei zugänglich.) (Bayerische Schlösserverwaltung)

Cadolzburg – der Ort

Der Markt Cadolzburg birgt einen kompakten, historischen Kern rund um Marktplatz und Burg. Beliebt bei Wandernden und Radfahrenden ist der als zweites Wahrzeichen geltende Aussichtsturm, der „Cadolzburger Bleistift“. Cadolzburg verdankt sein vielfältiges Dorfleben dem Bürgerzentrum und einigen sehenswerten Gebäuden.

Die Buchhandlung vor der Burg fungiert als Tourismusinformation.


Fazit

Burg Cadolzburg ist Geschichte zum Mitmachen – in authentischer Kulisse, mit lebendigem Museum und einem Garten, der duftet, blüht und erzählt. Für einen halben bis ganzen Tag ideal: erst Ausstellung, dann Burggarten und ein Spaziergang durchs Städtchen. Cadolzburg gehört zur Burgenstrasse. Für mich ist sie eine echte Perle unter den deutschen Burgen.

🕯🪔🕯🪔🕯🪔🦉🪔🕯🪔🕯🪔🕯

Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte sowie zu weiterführenden Informationen.

Nürnberger Kaiserburg – perfektes Reiseziel

Die Nürnberger Burg gehört zu den bedeutendsten Burganlagen Deutschlands – und sie ist zugleich eines der schönsten Ausflugsziele Frankens. Wenn jemand hier herauf spaziert, erwartet ihn Geschichte zum Anfassen, weite Blicke über die Altstadt und grüne Gärten. Ganz praktisch locken hier obendrein ein Café, Biergarten-Feeling und viel Platz zum Schlendern.

Überblick: Was zur „Nürnberger Burg“ gehört

Die Anlage besteht, was dank historischer Gliederung der Übersicht dient, aus drei Bereichen: der Kaiserburg (mit Palas, Doppelkapelle, Sinwellturm und Tiefem Brunnen), der Burggrafenburg (u. a. mit Fünfeckturm) sowie städtischen Bauten wie der Kaiserstallung (heute Jugendherberge) und dem Turm Luginsland. (Wikipedia)

Weshalb sie geschichtsträchtig ist

Im Spätmittelalter war Nürnberg ein Zentrum des Reichs. Der Goldene Bulle (1356) legte fest, dass jeder neu gewählte Herrscher seinen ersten Hoftag in Nürnberg abhält; entsprechend häufig residierten Kaiser auf der Burg. (kaiserburg-nuernberg.de)
Ein weiterer Schatz der Stadt: die Reichskleinodien (Krone, Heilige Lanze, u. a.), die von 1424 bis 1796 in Nürnberg im Heilig-Geist-Spital verwahrt wurden. (Wikipedia, Haus der Bayerischen Geschichte)


Highlights für Besucher

Kaiserburg-Museum, Doppelkapelle & Palas

Der Rundgang durch Palas und Doppelkapelle führt mitten in die Reichsgeschichte: das Kaiserburg-Museum (Außenstelle des Germanischen Nationalmuseums). Es zeigt Waffen, Gemälde und den Burg-Alltag – wunderbar, um das Mittelalter anschaulich zu erleben. (Tickets & Kombis siehe unten.) (Nürnberg Tourismus)

Sinwellturm & „Tiefer Brunnen“

Zwei Klassiker: der Sinwellturm mit Panorama über die Stadt und der sagenumwobene Tiefe Brunnen im Brunnenhaus der Vorburg. (kaiserburg-nuernberg.de)

Burggarten & Merian-Garten

Zwischen Basteien liegt der Burggarten, der im Sommer morgens bis abends geöffnet ist. Daneben grüsst der intime Maria Sibylla Merian-Garten mit Blick auf die Stadt: Eintritt frei. (kaiserburg-nuernberg.de, Bayerische Schlösserverwaltung)

Café & Ausblick

Seit 2021 lädt das Burg Café Beer direkt auf der Burg zu Kuchen, Kleinigkeiten und einem tollen Blick ein – die ideale Gelegenheit für die Pause zwischen Museum und Turm. (Bayern)

Jugendherberge in der Burg

Besonderes: Übernachten in der Burg; die moderne DJH-Jugendherberge Nürnberg liegt in der historischen Kaiserstallung. (Jugendherberge, Wikipedia)


Tickets, Öffnungszeiten & praktische Infos

  • Öffnungszeiten Kaiserburg: Apr.–Sep. täglich 9–18 Uhr, Okt–Mär 10–16 Uhr (letzter Einlass ca. 60 Min. vor Schluss). Geschlossen: 1. Jan., Faschingsdienstag, 24./25./31. Dez. (kaiserburg-nuernberg.de)
  • Eintritte (2025):
    Gesamtkarte (Palas+Museum, Tiefer Brunnen, Sinwellturm) 9 € / 8 € ermäßigt
    Palas+Museum 7 € / 6 €, Brunnen+Turm 4 € / 3 €. Burggarten und Merian-Garten: frei. (kaiserburg-nuernberg.de, Nürnberg Tourismus)
  • Tickets an der Kasse im äußeren Burghof (derzeit kein Online-Verkauf). (kaiserburg-nuernberg.de)
  • Burggarten Zeiten: Apr.–Okt. ab 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (spätestens 20 Uhr); Nov.–Mär.: geschlossen. (kaiserburg-nuernberg.de)

Tipps für ihren Besuch


Zur Geschichte der Burg wurde uns ein wunderbarer Artikel zugesandt, den wir gerne als PDF hier veröffentlichen

Fazit

Die Nürnberger Burg vereint Mittelalter-Atmosphäre, Museumswissen und Urlaubsgefühl: Türme erklimmen, Brunnen bestaunen, durch Gärten streifen – und danach bei Kaffee oder im Burggraben-Ambiente entspannen. Wer die Altstadt erkunden möchte, startet am besten genau hier oben: mit bestem Blick auf die Stadt, in der einst Kaiser Hof hielten. (kaiserburg-nuernberg.de, Bayern)

🕯🪔🕯🪔🕯🪔🦉🪔🕯🪔🕯🪔🕯

Hinweis: Termine & Preise können sich ändern – vor dem Besuch die aktuellen Infos der Bayerischen Schlösserverwaltung prüfen. (kaiserburg-nuernberg.de)

Die Links innerhalb des Textflusses führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte sowie zu den entsprechend näheren Beschreibungen.

Thront über Bad Liebenzell

Die Burg von Bad Liebenzell thront markant über dem Nagoldtal – sichtbar aus fast jeder Perspektive des charmanten Kurstädtchens. Heute wird die Anlage als Internationales Forum Burg Liebenzell genutzt, ein Begegnungszentrum für Jugend- und Erwachsenenbildung. Leider ist die Anlage öffentlich nur eingeschränkt zugänglich.

Gastronomie sucht man vergeblich, und auch meine Anfragen zu weiteren Informationen blieben unbeantwortet. So blieb mir nur der Blick von außen, der sich jedoch ebenso lohnt.

Ein steiler, aber gut begehbarer Weg führt vom naturnahen Ort hinauf zur Burg. Alternativ bestehen mehrere Wanderwege, die sich durch die bewaldeten Hänge schlängeln. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einer fantastischen Aussicht vom begehbaren Burgturm belohnt – über das Tal, den Fluss und den gesamten Ort. Die Anlage selbst wirkt gepflegt, doch ohne öffentliche Nutzung bleibt sie ein eher stiller Zeitzeuge.

Bad Liebenzell selbst bietet hingegen deutlich mehr Zugänglichkeit und Erholung. Das Städtchen ist mit der Bahn in nur 20 Minuten von Pforzheim aus erreichbar und hat sich seinen Ruf als traditionsreiches Mineralbad bewahrt. Schon im 16. Jahrhundert wurden hier die Heilquellen geschätzt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zur beliebten Kur-Oase, vor allem mit dem Bau des Kurhauses und der Erschließung der Thermalquellen.

Heute ist das Paracelsus-Thermalbad ein wahrer Anziehungspunkt: modern, stilvoll, mit abwechslungsreichen Innen- und Außenbecken, einer gelungenen Saunalandschaft und einem guten Restaurant.

Auch der angrenzende Kurpark mit Pavillon lädt zum Verweilen ein. Zudem befindet sich hier die freundliche Tourist-Info, die sogar kostenlos Wasser ausschenkt.

Etwas am hinteren Ende des Kurparks befindet sich eine wunderbare Minigolfanlage.

Kulinarisch lohnt sich der Aufenthalt ebenfalls: Im Café Schweigert genoss ich eine köstliche Schwarzwälder Kirschtorte – inklusive hauseigenem Kirschschnaps. Wer ausserdem Abwechslung liebt, findet im indischen Restaurant Veda fein gewürzte, aromatische Küche.

Fazit
Ein Zwischenstopp an der Burg lohnt sich, aber die Burgruine Zavelstein ist die Empfehlung für pure Burgenromantik:

Doch Bad Liebenzell selbst, mit seinem Thermalbad, dem Park und der guten Küche, ist auf jeden Fall eine Reise wert.

🍂🌲🍂🌲🍂🌲🦉🌲🍂🌲🍂🌲🍂

Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.  

Zeitreise mit Aussicht – Burgruine Zavelstein

Wer glaubt, der Schwarzwald sei ausschließlich badisch, irrt sich. Ein bedeutender Teil des nördlichen Schwarzwalds gehört sogar noch zu Württemberg – so auch Bad Teinach-Zavelstein. Und genau dort, über dem idyllischen Kurort, erhebt sich stolz die Burgruine Zavelstein.

Die gut erhaltene Anlage liegt am Rand des charmanten Orts Zavelstein und zeugt von bewegter Geschichte. Einst markierte sie die Grenze zwischen Baden und Württemberg, heute ist sie ein stiller Zeuge vergangener Jahrhunderte. Ihre dicken Mauern erzählen von mittelalterlichen Machtverhältnissen, von Rittertum und Grenzstreitigkeiten. Die Anlage ist wunderbar zugänglich und gepflegt. Der Aufstieg zum Burgturm lohnt sich: Oben angekommen, eröffnet sich ein herrlicher Blick über das Teinachtal und die umliegenden Wälder.

Nicht nur die Weitsicht beeindruckt, besonders faszinierten mich auch die Ausblicke durch die alten Fensteröffnungen der Burg. Sie rahmen das satte Grün der Bäume, die historische Dreifaltigkeitskirche im Ortskern von Zavelstein und die Dächer des Ortes wie ein Bild im Bilderrahmen. Und wer hier im Frühling eintrifft, entdeckt oberhalb der Ruine die berühmten Krokuswiesen, ein Naturschauspiel in zarten Violetttönen.

Zavelstein selbst ist ein Luftkurort mit Charme, engen Gassen und lauschigen Plätzen zum Verweilen. Kulinarisch wartet ein echter Höhepunkt: das Michelin-Restaurant Krone Lamm. In dem liebevoll geführten Ensemble aus zwei historischen Gasthäusern mit baldigem modernen Verbindungsbau lässt sich nicht nur fein speisen, sondern auch stilvoll übernachten.

Die Burgruine Zavelstein ist damit weit mehr als ein Aussichtspunkt; sie ist ein Ort zum Staunen, Innehalten und Genießen. Wer den württembergischen Teil des Schwarzwalds entdecken möchte, sollte diesen besonderen Ort nicht verpassen.

🌿🌿🌿 🌿🌿🌿🌿 🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿 🌿

Die Beitrag-Lins führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.

🌲

🌳🌲🌲🌳

🌳
🏚️
🌳

Bamberger Altenburg – Geschichte und Genuss

Auf einem der sieben Hügel rund um Bamberg thront sie stolz: die Altenburg, eine der markantesten Burgen Frankens. Schon von weitem sichtbar, prägt sie seit Jahrhunderten das Stadtbild – Voller Geschichte steckt sie.

Bewegte Geschichte auf dem Bamberger Burgberg

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Altenburg im 12. Jahrhundert. Im Mittelalter diente sie zeitweise als Zufluchtsort der Bamberger Bischöfe. Später, in Kriegszeiten, wurde sie aus strategischen Gründen vollständig niedergebrannt, damit die Bevölkerung keinen Schutz mehr darin finden konnte – eine dramatische Wendung in der Burggeschichte.

Heute ist davon zum Glück nichts mehr zu spüren: Die Altenburg wurde liebevoll restauriert und vom engagierten Förderverein Altenburg e.V. erhalten. Ein Besuch lohnt sich doppelt: anhand der eindrucksvollen Mauern und des historischen Turms, den man besteigen kann. Von oben aus bietet sich ein traumhafter Blick über Bamberg und das fränkische Umland.

Mein Eindruck: Geschichte zum Anfassen – und Genießen

Bis zur Altenburg bin ich bequem mit dem Bamberger Bus hochgefahren. Die Haltestelle befindet sich direkt vor der Burg. Dort pausiert der Bus 15 Minuten für Foto-Sujets. Fahrgästen wird ermöglicht, länger zu verbleiben und den nächsten Bus zu nehmen.

Zurück und bergab in die Stadt bin ich gestiegen: ein erheiternder Spaziergang, der sich leicht bewältigen lässt und mit unmittelbar-erfahrbarer Natur und schönen Ausblicken belohnt.

Besonders schön fand ich den Biergarten, der sich im Sommer unter alten Bäumen ausbreitet. Ein Burgbesuch lässt sich hier gemütlich ausklingen: mit einem kühlen Getränk, einer fränkischen Brotzeit und viel Atmosphäre. Der Eintritt zur Burg ist kostenlos, was sie zu einem perfekten Ausflugsziel für Familien, Geschichtsinteressierte und Genießer macht.

Aktuell: Theater auf der Burg

Wer hier im Sommer eintrifft, darf sich auf ein besonderes Erlebnis freuen: Das Theaterstück Die kleine Hexe nach Otfried Preussler wird derzeit in der Burg aufgeführt – ein stimmungsvolles Freilichttheater inmitten historischem Gemäuer. Kinder haben daran eine grosse Freude.

🃏

Tipps für Touristen

  • Anreise: Mit dem Bus zur Altenburg – Linie 910, Haltestelle «Bamberg Altenburg»
  • Eintritt: Frei zugänglich, Spenden Willkommen
  • Öffnungszeiten: Täglich geöffnet, Biergarten im Sommer
  • Nicht verpassen: Aufstieg zum Turm und in die Theateraufführung
  • Wander-Tipp: Rückweg zu Fuß in die Altstadt; leicht bergab und sehr idyllisch.

🦅🃏🦉🃏🦅

Die Links innerhalb des Artikels führen zu den entsprechenden Routen und Orten auf der Weltkarte sowie zu weiterführenden Informationen.           

🦅