Veste Rosenberg – Geschichte in der Dreiflüssestadt

Hoch über den Dächern von Kronach ragt ein steinernes Monument empor, das wie kaum ein anderes Bauwerk in Franken Macht, Beständigkeit und strategische Genialität vereint: die Veste Rosenberg. Sie ist nicht nur eine der größten Festungsanlagen Deutschlands und ein Ort voller Legenden, der niemals durch Waffengewalt eingenommen wurde.

Von der Kraft des Wassers zur Macht des Steins

Der Ursprung der Festung ist eng mit der geografischen Besonderheit Kronachs verknüpft. Als Dreiflüssestadt (Haßlach, Kronach und Rodach) war der Ort über Jahrhunderte ein Zentrum der Flößerei. Das „schwimmende Holz“ aus den Wäldern brachte Wohlstand und strategische Bedeutung. Um diesen Reichtum und die wichtigen Handelswege zu schützen, wurde die Burg Rosenberg errichtet. Aus der einstigen mittelalterlichen Schutzburg entwickelte sich über die Epochen ein gigantisches Festungswerk.

Geniale Architektur und unterirdische Geheimnisse

Die Veste Rosenberg beeindruckt durch ihre schiere Größe und ihre architektonische Entwicklung. Besonders faszinierend ist der Kontrast der Perspektiven:

  • Der Blick von oben: Von den massiven Bastionen aus genießt man einen spektakulären Panoramablick über das Kronacher Land. Man versteht sofort, warum potenzielle Angreifer hier verzweifelten – wer den Rosenberg kontrollierte, beherrschte die gesamte Region. Die Anlage wurde als Fünfeck konzipiert, was eine lückenlose Überwachung des Geländes ermöglichte.
  • Architektonische Meisterleistung: Im Zentrum thront der imposante Bergfried. Um die Wasserversorgung auch bei Belagerungen sicherzustellen, trieben die Menschen im Mittelalter einen beeindruckenden, über 50 Meter tiefen Brunnen in den Fels – eine bauliche Höchstleistung der damaligen Zeit.
  • Die Stille der Tiefe: Im krassen Gegensatz zur weiten Aussicht stehen die unterirdischen Gänge. Bei einer Führung durch die Kasematten und Minengänge spürt man die kühle, beklemmende Atmosphäre der Verteidiger, die hier im Verborgenen auf den Feind lauerten.

Ein Ort europäischer Geschichte: Charles de Gaulle

Die Mauern der Veste erzählten Weltgeschichte. Eine besonders spannende Anekdote betrifft den späteren französischen Präsidenten Charles de Gaulle. Während des Ersten Weltkriegs war er hier als junger Offizier in Kriegsgefangenschaft. Die „Unbezwingbarkeit“ der Festung bekam er am eigenen Leib zu spüren: Trotz mehrerer mutiger Fluchtversuche gelang es ihm nicht, den massiven Mauern zu entkommen. Heute erinnert eine Gedenktafel an diesen prominenten, wenn auch unfreiwilligen Gast.

Kunst, Kultur und Gastlichkeit

Die Veste ist kein totes Museum, sondern ein lebendiger Ort der Begegnung. Als Geburtsstadt des berühmten Renaissancemalers widmet Kronach seinem Sohn in der Veste die Fränkische Galerie. Hier bestaunen Besucher Weltklasse-Kunst in historischem Ambiente.

Das integrierte JUFA Hotel bietet Erholungsgästen die Möglichkeit, direkt in der Festung zu übernachten. Von hier aus lassen sich auch prima die benachbarten Festungen in Kulmbach (Plassenburg) und Lauenstein erkunden.

An der Wehrmauer lädt das charmante Restaurant Bastion Marie zum Verweilen ein. Zudem bietet die Festung eine traumhafte Bühne für beeindruckende Theaterkunst unter freiem Himmel.

Ein Erbe in Bürgerhand

Was die Veste Rosenberg besonders sympathisch macht: Sie ist keine ferne staatliche Verwaltung, sondern im Besitz der Stadt Kronach. Dieser Umstand prägt die Atmosphäre vor Ort – man spürt, dass die Kronacher stolz auf „ihre“ Veste sind. Sie ist das Herzstück der Stadt und bildet den perfekten Ausgangspunkt für Ausflüge in das wunderbare Naherholungsgebiet der Umgebung, das besonders bei Fahrradfahrern beliebt ist.

Fazit: Ob man wegen der Kunst von Lucas Cranach kommt, den Spuren des Wassers folgt oder sich einfach vom Wechselspiel aus düsteren Kasematten und strahlendem Ausblick verzaubern lässt – die Veste Rosenberg bleibt unvergesslich. Sie ist ein Symbol für die Wehrhaftigkeit Frankens und ein Muss für jeden Besucher der Region.

Die Henneburg: Steinerne Wächterin über dem Maintal

Wer durch Unterfranken reist, kommt an ihrem majestätischen Anblick kaum vorbei. Die Henneburg thront hoch über dem Main und zählt zu den schönsten sowie größten Burgruinen Deutschlands. Sie ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein Ort, an dem Geschichte auf beeindruckende Weise lebendig wird.

Die Geschichte der Henneburg ist eng mit Kaiser Barbarossa verknüpft, unter dessen Einfluss sie errichtet wurde, um das Herrschaftsrecht der Schenken zu festigen. In einer Zeit territorialer Streitigkeiten diente sie vor allem als Bollwerk gegen die Ansprüche des Bistums Würzburg. Später übernahm der Deutsche Orden die Anlage und nutzte sie über 150 Jahre lang als bedeutendes Zentrum, bevor die Bewegung schließlich nach Bad Mergentheim weiterzog. In der darauffolgenden Zeit verfiel die Burg zwar, doch ihre mächtige Substanz blieb glücklicherweise in weiten Teilen erhalten.

Die heutige Anlage besticht durch ihre enorme Größe und den massiven Bergfried, der stolz in der Mitte emporragt. Dank der herrlichen Restauration ist es ein Vergnügen, durch die mittelalterlichen Mauern zu spazieren. Besonders gelungen ist die kinderfreundliche Aufbereitung der Geschichte, bei der kleine Entdecker gemeinsam mit Ritter Roland auf Erkundungstour gehen können. Wer nach dem Rundgang eine Pause braucht, findet in der Burgschänke den perfekten Ort zur Einkehr, während zahlreiche Informationstafeln die historischen Hintergründe anschaulich erläutern.

Ein besonderes Highlight für Aktivurlauber ist der direkt an der Burg angelegte Parcours für 3D-Bogenschießen. Hier verschmelzen Sport und mittelalterliches Ambiente zu einem einzigartigen Erlebnis, bei dem man durch das Gelände wandert und auf lebensechte Tierattrappen zielt. Dies bietet einen spannenden Kontrast zur historischen Erkundung der Burgruine. Wer mehr über die technischen Details und meine persönlichen Erfahrungen beim Bogenschießen erfahren möchte, findet einen Bericht dazu unter:

Ein Ausflug zur Henneburg ist somit eine faszinierende Reise in die Vergangenheit, die durch moderne Freizeitangebote perfekt ergänzt wird. Ob für Geschichtsfans oder Familien mit Kindern – die Anlage ist ein absolutes Muss für jeden Besucher der Region. Stadtprozelten ist mit der Regionalbahn von Aschaffenburg oder Lauda bequem zu erreichen. 

Bleistiftminen und Festspiele – die Klingenburg

Wer die Klingenburg über dem Main besucht, begibt sich auf eine faszinierende Reise durch die Zeit, die am besten im Rathaus von Klingenberg beginnt. Dort steht ein detailgetreues Modell der Burganlage der Klingenburg.  

Basierend auf historischen Stichen und Bildern lässt dieses Kunstwerk das mittelalterliche Leben plastisch auferstehen und macht deutlich. Einst hatte es vier Burgen gegeben, noch eine ist erhalten, eine imposante Ruine, auf die noch viel Arbeit wartet.

Diese Ruine ist ein echtes, raues Zeitzeugnis, und da sie noch nicht an allen Stellen vollständig gesichert ist, empfiehlt sich ein vorsichtiger Schritt oder – noch besser – eine Führung durch den örtlichen Burgverein, um die verborgenen Geschichten hinter den Mauern sicher zu entdecken. 

Doch Klingenberg ist nicht nur steinern, sondern auch tief mit der Erde verwurzelt: Der Reichtum der Stadt gründet auf einem Tonvorkommen von weltweit einzigartiger Qualität. Es ist ein faszinierender Gedanke, dass in fast jeder Bleistiftmine dieser Welt ein winziger Teil Klingenberger Ton steckt.  Die Einnahmen waren sogar so hoch, dass die Bürger davon einen Zustupf erhalten haben, jedoch ist die Förderung eingestellt.

Wenn im Sommer die Clingenburg Festspiele die Ruine zum Leben erwecken, wird es besonders prachtvoll; 2026 wird mit enormem Aufwand die Geschichte von Graf Dracula inszeniert, was in den alten Mauern für eine unvergleichliche Gänsehaut-Atmosphäre sorgt.

Nach der Wanderung hinauf zur Burg, sowie wieder hinab, lockt  ein Besuch in die sonnenverwöhnten, terrassierten Weinberge. Dort oben findet der Tag seinen krönenden Abschluss am Terroir f, einem magischen Ruheplatz hoch über dem Maintal. 

Wenn sich der Himmel langsam in ein tiefes Gold und Purpur färbt und die Sonne hinter den Hügeln versinkt, gibt es nichts Schöneres, als eine mitgebrachte, herzhafte Vesper auszupacken. 

Mit einem Glas regionalem Wein in der Hand, einer kräftigen Brotzeit auf dem Brett und dem weiten Blick über die sanften Windungen des Mains wird die Stille der Weinberge zum reinen Genuss – ein Moment, in dem die Geschichte der Burg und die Ruhe der Natur perfekt miteinander verschmelzen.

Die Mildenburg das Wahrzeichen von Miltenberg

Hoch über den Dächern der historischen Altstadt von Miltenberg thront majestätisch die Mildenburg. Wer den Main entlangreist, sieht sie schon von Weitem am Hang des Odenwaldes liegen. Nach einer wechselvollen Geschichte und einer umfassenden Sanierung strahlt die Burg heute schöner denn je und ist ein absolutes Muss für jeden Burgenliebhaber.

Ein zweites Leben für alte Mauern

Lange Zeit befand sich die Mildenburg in Privatbesitz, was ihren Erhalt zwar sicherte, sie aber für die Öffentlichkeit weitgehend verschloss. Das änderte sich grundlegend, als die Stadt Miltenberg die Anlage erwarb und sie aufwendig herrichten ließ. Heute ist sie weit mehr als nur ein Denkmal; sie ist ein lebendiger Ort der Kultur und ein stolzes Wahrzeichen der Stadt.

Der Aufstieg, der sich lohnt

Es führen verschiedene Wege von der Stadt hinauf zur Burg, und jeder für sich ist den Aufstieg wert. Ob man durch die romantischen Gassen schlendert oder die schattigen Pfade wählt – der Weg nach oben ist bereits Teil des Erlebnisses. Oben angekommen, wird man für jede Anstrengung belohnt.

Besonders eindrucksvoll ist der Besuch entlang der alten Burgmauer. Von dort aus führt der Weg hoch auf den Bergfried. Von der Spitze des Turms genießt man einen spektakulären Panoramablick auf die berühmte Mainschleife, die Altstadt von Miltenberg und das weite, grüne Maintal. Aufgrund dieser Pracht ist die Burg auch ein äußerst beliebtes Ziel für Gäste der Flusskreuzfahrten, die im Hafen von Miltenberg anlegen.

Kunst und Spiritualität im Burg Museum

In den herrlich renovierten Innenräumen erwartet die Besucher ein Museum der besonderen Art, das eine faszinierende Mischung aus Alt und Neu beherbergt. Die Burg ist besonders bekannt für ihre beeindruckende Sammlung russischer und griechischer Ikonen, die in den historischen Räumen eine ganz eigene, spirituelle Aura entfalten. Diesen religiösen Kunstwerken werden moderne Exponate gegenübergestellt, was den Museumsbesuch zu einer spannenden Entdeckungsreise zwischen den Epochen macht.

Ein magischer Ort zum Verweilen

Ein Besuch auf der Mildenburg lohnt sich zu jeder Zeit, doch ein besonderer Tipp ist der späte Nachmittag. Wenn die Sonne langsam tiefer sinkt und das Maintal in ein goldenes Licht taucht, ist die Atmosphäre auf dem Burggelände einfach magisch. Die Mildenburg ist das perfekte Beispiel dafür, wie eine Stadt ihr historisches Erbe bewahren und für die Zukunft öffnen kann.

Ein Besuch auf Schloss Neuenstein

Das Schloss Neuenstein, idyllisch in gleichnamiger, verträumter Kleinstadt gelegen, ist weit mehr als ein historisches Bauwerk. Es thront als eindrucksvolles Monument der Hohenloher Geschichte, das seine Besucher auf eine spannende Zeitreise mitnimmt. Ursprünglich im frühen 13. Jahrhundert als Wasserburg auf einem Sandsteinfelsen erbaut, wurde die Anlage später zur prächtigen Renaissance-Residenz der Grafen und Fürsten zu Hohenlohe. Das Schloss ist heute Teil der touristisch bedeutsamen Burgenstraße.


Eindrücke aus dem Hohenlohe-Museum

Seit 1878 beherbergt das Schloss das Hohenlohe-Museum und besticht durch seine eindrucksvollen und prachtvollen Räume:

  • Der prachtvolle Rittersaal: Als kultureller Mittelpunkt der Anlage beeindruckt der 41 Meter lange Rittersaal mit seiner bemalten Holzkassettendecke und der reichhaltigen Ausschmückung mit Waffen, Rüstungen und Trophäen.
  • Die alte Schlossküche: Ein besonderes Highlight ist die spätmittelalterliche, voll funktionsfähige Schlossküche, die zu den größten und am besten erhaltenen ihrer Art in Europa zählt und einen tiefen Einblick in das höfische Leben vergangener Jahrhunderte bietet. Ein historischer Küchenwagen ist ebenfalls zu sehen.
  • Das Kuriositätenkabinett: Das Kunst- und Raritätenkabinett ist ein faszinierender Raum. Neben kostbaren Kunstwerken und historischen Erinnerungsstücken findet man hier überraschende Kuriositäten. Die Familiengeschichte des Hauses Hohenlohe wird hier durch Stammbaum-Darstellungen und ein detailliertes Schloss-Modell lebendig.

Die Unternehmer-Fürsten und die Schlesien-Verbindung

Die Geschichte der Fürsten zu Hohenlohe ist nicht nur regional verwurzelt. Ein Abkömmling der Familie, Fürst Christian Kraft zu Hohenlohe-Oehringen (1848–1926), erlangte überregionale Bedeutung. Er war ein angesehener Unternehmer und unterhielt große Bergwerke in Schlesien (Oberschlesien), was auch den Einfluss und Reichtum des Hauses während des 19. und frühen 20. Jahrhundert verdeutlicht. Es war allerdings Fürst Christian Kraft selbst, der das Schloss Anfang des 20. Jahrhunderts umfangreich restaurieren und in seinen heutigen Prunkzustand versetzen ließ.


Der verträumte Ort Neuenstein und seine Geschichte

Die Stadt Neuenstein selbst wirkt verträumt und fügt sich überaus stimmig in das historische Ambiente der Region ein.

  • Die Stadtgeschichte: Ursprünglich im frühen 13. Jahrhundert als staufische Wasserburg gegründet, kam die Anlage um 1300 an die Grafen von Hohenlohe. Die Stadt Neuenstein entwickelte sich östlich der Burg, und die Hohenlohe erhielten 1351 das Recht, den Ort zur Stadt auszubauen.
  • Die Stadtkirche: Direkt neben dem Schloss prägt die evangelische Stadtkirche Neuenstein mit eindrucksvollem Turm das Stadtbild. Die Kirche diente früher als Grablege der Herrscherfamilie.
  • Der Schlosspark: Die wunderschönen Anlagen im ehemaligen Burggraben und der Park sind für die Öffentlichkeit leider nicht frei zugänglich.

Wichtige Besucherinformationen (Achtung Öffnungszeiten)

Der Eintritt in das Hohenlohe-Museum ist ausschließlich mittels Führung möglich. Die Dauer der Führung beträgt in der Regel ca. 60 Minuten.

Führungen und Öffnungszeiten
ÖffnungstageAusschließlich an ausgewählten Sonn- und Feiertagen (bitte prüfen Sie den offiziellen Kalender online, da die Öffnung nur an spezifischen Terminen erfolgt).
ZeitenAn den Öffnungstagen in der Regel von 12:00 – 17:30 Uhr.
ErreichbarkeitNeuenstein ist auch bequem mit dem Bus ab Öhringen erreichbar.
GruppenführungenFührungen können jederzeit für Gruppen ab 20 Personen gebucht werden.
Alternative PauschaleFür kleinere Gruppen kann eine Führung alternativ für eine Pauschale (aktuell ca. 180,- €) gebucht werden (Mindestbetrag für eine Führung).

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Hohernzollernresidenz Cadolzburg

Die Burg Cadolzburg westlich von Nürnberg ist eine der eindrucksvollsten Anlagen Frankens und heute ein modernes Erlebnismuseum. Mir gefiel besonders die interaktive Ausstellung und der Wildblumengarten am Burgberg.
Alles am selben Ort: Mittelalter spüren, Aussicht genießen, geniesserisch Kräuter entdecken;

Geschichte in Kurzform

  • Erstnennung 1157, seit dem 13. Jh. Sitz der Burggrafen von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern; damit politisches Zentrum im Frankenland. (burg-cadolzburg.de)
  • Die Burg wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs schwer zerstört, und es dauerte lange, bis sie später wiederaufgebaut wurde; 2017 öffnete das neue Burgerlebnismuseum.

Die Burg heute: Mauern, Höfe, Weitblick

Die weitläufige Anlage, bestehend aus Rundmauern, Torbau, Neuem Schloss (Palas) und Vorburg, bietet mit ihren Innenhöfen wunderbare Gelegenheiten zum Schlendern und Fotografieren. Von den Terrassen aus blickt man über den Rangau.

Burggarten & Wildblumen

Direkt am Burgfelsen liegt ein historischer Burggarten mit Beeten für Kräuter, Färber- und Heilpflanzen, alten Getreiden (Emmer, Dinkel, Champagnerroggen) und – je nach Saison – üppigen Blüten. Eintritt: frei. (NN.de)

Ausstellung „HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“

Das Museum schlägt eine Brücke zwischen Mittelalter und Gegenwart durch Medienstationen, Spiele, Fühlstationen, Originalobjekte und aufwendige Reproduktionen. Sogar Virtual-Reality und eine App für den Besuch in der Vorburg kommen zum Einsatz. Ich fand das sehr gelungen: verständlich, unterhaltsam, wertig inszeniert.

Die Themenauswahl, darunter Hofstaat & Alltagsleben, Kochen und Repräsentation, Recht & Politik der Hohenzollern sowie Krieg & Turnier, ist anschaulich über mehrere Etagen aufbereitet.

Tipp: Sonder- und Wechselausstellungen setzen immer wieder neue Akzente, wie aktuell etwa zu Frauenfiguren der Dynastie. Ich besuchte auch die Hoherzollernburg in Sigmaringen, die heute noch dem gleichen Herrscherhaus gehört. 

Praktisch vor Ort

  • Anreise ÖPNV: Mit der Rangaubahn ab Fürth (werktags halbstündlich, am Wochenende stündlich) bis Cadolzburg; von dort zirka 20 Minuten zu Fuß hinauf zur Burg. 
  • Öffnungszeiten & Tickets: Saisonabhängig; Details & Kombitickets direkt bei der Bayerischen Schlösserverwaltung erhältlich. (Der Burggarten ist ganzjährig frei zugänglich.) (Bayerische Schlösserverwaltung)

Cadolzburg – der Ort

Der Markt Cadolzburg birgt einen kompakten, historischen Kern rund um Marktplatz und Burg. Beliebt bei Wandernden und Radfahrenden ist der als zweites Wahrzeichen geltende Aussichtsturm, der „Cadolzburger Bleistift“. Cadolzburg verdankt sein vielfältiges Dorfleben dem Bürgerzentrum und einigen sehenswerten Gebäuden.

Die Buchhandlung vor der Burg fungiert als Tourismusinformation.


Fazit

Burg Cadolzburg ist Geschichte zum Mitmachen – in authentischer Kulisse, mit lebendigem Museum und einem Garten, der duftet, blüht und erzählt. Für einen halben bis ganzen Tag ideal: erst Ausstellung, dann Burggarten und ein Spaziergang durchs Städtchen. Cadolzburg gehört zur Burgenstrasse. Für mich ist sie eine echte Perle unter den deutschen Burgen.

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Nürnberger Kaiserburg – perfektes Reiseziel

Die Nürnberger Burg gehört zu den bedeutendsten Burganlagen Deutschlands – und sie ist zugleich eines der schönsten Ausflugsziele Frankens. Wenn jemand hier herauf spaziert, erwartet ihn Geschichte zum Anfassen, weite Blicke über die Altstadt und grüne Gärten. Ganz praktisch locken hier obendrein ein Café, Biergarten-Feeling und viel Platz zum Schlendern.

Überblick: Was zur „Nürnberger Burg“ gehört

Die Anlage besteht, was dank historischer Gliederung der Übersicht dient, aus drei Bereichen: der Kaiserburg (mit Palas, Doppelkapelle, Sinwellturm und Tiefem Brunnen), der Burggrafenburg (u. a. mit Fünfeckturm) sowie städtischen Bauten wie der Kaiserstallung (heute Jugendherberge) und dem Turm Luginsland. (Wikipedia)

Weshalb sie geschichtsträchtig ist

Im Spätmittelalter war Nürnberg ein Zentrum des Reichs. Der Goldene Bulle (1356) legte fest, dass jeder neu gewählte Herrscher seinen ersten Hoftag in Nürnberg abhält; entsprechend häufig residierten Kaiser auf der Burg. (kaiserburg-nuernberg.de)
Ein weiterer Schatz der Stadt: die Reichskleinodien (Krone, Heilige Lanze, u. a.), die von 1424 bis 1796 in Nürnberg im Heilig-Geist-Spital verwahrt wurden. (Wikipedia, Haus der Bayerischen Geschichte)


Highlights für Besucher

Kaiserburg-Museum, Doppelkapelle & Palas

Der Rundgang durch Palas und Doppelkapelle führt mitten in die Reichsgeschichte: das Kaiserburg-Museum (Außenstelle des Germanischen Nationalmuseums). Es zeigt Waffen, Gemälde und den Burg-Alltag – wunderbar, um das Mittelalter anschaulich zu erleben. (Tickets & Kombis siehe unten.) (Nürnberg Tourismus)

Sinwellturm & „Tiefer Brunnen“

Zwei Klassiker: der Sinwellturm mit Panorama über die Stadt und der sagenumwobene Tiefe Brunnen im Brunnenhaus der Vorburg. (kaiserburg-nuernberg.de)

Burggarten & Merian-Garten

Zwischen Basteien liegt der Burggarten, der im Sommer morgens bis abends geöffnet ist. Daneben grüsst der intime Maria Sibylla Merian-Garten mit Blick auf die Stadt: Eintritt frei. (kaiserburg-nuernberg.de, Bayerische Schlösserverwaltung)

Café & Ausblick

Seit 2021 lädt das Burg Café Beer direkt auf der Burg zu Kuchen, Kleinigkeiten und einem tollen Blick ein – die ideale Gelegenheit für die Pause zwischen Museum und Turm. (Bayern)

Jugendherberge in der Burg

Besonderes: Übernachten in der Burg; die moderne DJH-Jugendherberge Nürnberg liegt in der historischen Kaiserstallung. (Jugendherberge, Wikipedia)


Tickets, Öffnungszeiten & praktische Infos

  • Öffnungszeiten Kaiserburg: Apr.–Sep. täglich 9–18 Uhr, Okt–Mär 10–16 Uhr (letzter Einlass ca. 60 Min. vor Schluss). Geschlossen: 1. Jan., Faschingsdienstag, 24./25./31. Dez. (kaiserburg-nuernberg.de)
  • Eintritte (2025):
    Gesamtkarte (Palas+Museum, Tiefer Brunnen, Sinwellturm) 9 € / 8 € ermäßigt
    Palas+Museum 7 € / 6 €, Brunnen+Turm 4 € / 3 €. Burggarten und Merian-Garten: frei. (kaiserburg-nuernberg.de, Nürnberg Tourismus)
  • Tickets an der Kasse im äußeren Burghof (derzeit kein Online-Verkauf). (kaiserburg-nuernberg.de)
  • Burggarten Zeiten: Apr.–Okt. ab 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (spätestens 20 Uhr); Nov.–Mär.: geschlossen. (kaiserburg-nuernberg.de)

Tipps für ihren Besuch


Zur Geschichte der Burg wurde uns ein wunderbarer Artikel zugesandt, den wir gerne als PDF hier veröffentlichen

Fazit

Die Nürnberger Burg vereint Mittelalter-Atmosphäre, Museumswissen und Urlaubsgefühl: Türme erklimmen, Brunnen bestaunen, durch Gärten streifen – und danach bei Kaffee oder im Burggraben-Ambiente entspannen. Wer die Altstadt erkunden möchte, startet am besten genau hier oben: mit bestem Blick auf die Stadt, in der einst Kaiser Hof hielten. (kaiserburg-nuernberg.de, Bayern)

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Hinweis: Termine & Preise können sich ändern – vor dem Besuch die aktuellen Infos der Bayerischen Schlösserverwaltung prüfen. (kaiserburg-nuernberg.de)

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Thront über Bad Liebenzell

Die Burg von Bad Liebenzell thront markant über dem Nagoldtal – sichtbar aus fast jeder Perspektive des charmanten Kurstädtchens. Heute wird die Anlage als Internationales Forum Burg Liebenzell genutzt, ein Begegnungszentrum für Jugend- und Erwachsenenbildung. Leider ist die Anlage öffentlich nur eingeschränkt zugänglich.

Gastronomie sucht man vergeblich, und auch meine Anfragen zu weiteren Informationen blieben unbeantwortet. So blieb mir nur der Blick von außen, der sich jedoch ebenso lohnt.

Ein steiler, aber gut begehbarer Weg führt vom naturnahen Ort hinauf zur Burg. Alternativ bestehen mehrere Wanderwege, die sich durch die bewaldeten Hänge schlängeln. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einer fantastischen Aussicht vom begehbaren Burgturm belohnt – über das Tal, den Fluss und den gesamten Ort. Die Anlage selbst wirkt gepflegt, doch ohne öffentliche Nutzung bleibt sie ein eher stiller Zeitzeuge.

Bad Liebenzell selbst bietet hingegen deutlich mehr Zugänglichkeit und Erholung. Das Städtchen ist mit der Bahn in nur 20 Minuten von Pforzheim aus erreichbar und hat sich seinen Ruf als traditionsreiches Mineralbad bewahrt. Schon im 16. Jahrhundert wurden hier die Heilquellen geschätzt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zur beliebten Kur-Oase, vor allem mit dem Bau des Kurhauses und der Erschließung der Thermalquellen.

Heute ist das Paracelsus-Thermalbad ein wahrer Anziehungspunkt: modern, stilvoll, mit abwechslungsreichen Innen- und Außenbecken, einer gelungenen Saunalandschaft und einem guten Restaurant.

Auch der angrenzende Kurpark mit Pavillon lädt zum Verweilen ein. Zudem befindet sich hier die freundliche Tourist-Info, die sogar kostenlos Wasser ausschenkt.

Etwas am hinteren Ende des Kurparks befindet sich eine wunderbare Minigolfanlage.

Kulinarisch lohnt sich der Aufenthalt ebenfalls: Im Café Schweigert genoss ich eine köstliche Schwarzwälder Kirschtorte – inklusive hauseigenem Kirschschnaps. Wer ausserdem Abwechslung liebt, findet im indischen Restaurant Veda fein gewürzte, aromatische Küche.

Fazit
Ein Zwischenstopp an der Burg lohnt sich, aber die Burgruine Zavelstein ist die Empfehlung für pure Burgenromantik:

Doch Bad Liebenzell selbst, mit seinem Thermalbad, dem Park und der guten Küche, ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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Zeitreise mit Aussicht – Burgruine Zavelstein

Wer glaubt, der Schwarzwald sei ausschließlich badisch, irrt sich. Ein bedeutender Teil des nördlichen Schwarzwalds gehört sogar noch zu Württemberg – so auch Bad Teinach-Zavelstein. Und genau dort, über dem idyllischen Kurort, erhebt sich stolz die Burgruine Zavelstein.

Die gut erhaltene Anlage liegt am Rand des charmanten Orts Zavelstein und zeugt von bewegter Geschichte. Einst markierte sie die Grenze zwischen Baden und Württemberg, heute ist sie ein stiller Zeuge vergangener Jahrhunderte. Ihre dicken Mauern erzählen von mittelalterlichen Machtverhältnissen, von Rittertum und Grenzstreitigkeiten. Die Anlage ist wunderbar zugänglich und gepflegt. Der Aufstieg zum Burgturm lohnt sich: Oben angekommen, eröffnet sich ein herrlicher Blick über das Teinachtal und die umliegenden Wälder.

Nicht nur die Weitsicht beeindruckt, besonders faszinierten mich auch die Ausblicke durch die alten Fensteröffnungen der Burg. Sie rahmen das satte Grün der Bäume, die historische Dreifaltigkeitskirche im Ortskern von Zavelstein und die Dächer des Ortes wie ein Bild im Bilderrahmen. Und wer hier im Frühling eintrifft, entdeckt oberhalb der Ruine die berühmten Krokuswiesen, ein Naturschauspiel in zarten Violetttönen.

Zavelstein selbst ist ein Luftkurort mit Charme, engen Gassen und lauschigen Plätzen zum Verweilen. Kulinarisch wartet ein echter Höhepunkt: das Michelin-Restaurant Krone Lamm. In dem liebevoll geführten Ensemble aus zwei historischen Gasthäusern mit baldigem modernen Verbindungsbau lässt sich nicht nur fein speisen, sondern auch stilvoll übernachten.

Die Burgruine Zavelstein ist damit weit mehr als ein Aussichtspunkt; sie ist ein Ort zum Staunen, Innehalten und Genießen. Wer den württembergischen Teil des Schwarzwalds entdecken möchte, sollte diesen besonderen Ort nicht verpassen.

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Bamberger Altenburg – Geschichte und Genuss

Auf einem der sieben Hügel rund um Bamberg thront sie stolz: die Altenburg, eine der markantesten Burgen Frankens. Schon von weitem sichtbar, prägt sie seit Jahrhunderten das Stadtbild – Voller Geschichte steckt sie.

Bewegte Geschichte auf dem Bamberger Burgberg

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Altenburg im 12. Jahrhundert. Im Mittelalter diente sie zeitweise als Zufluchtsort der Bamberger Bischöfe. Später, in Kriegszeiten, wurde sie aus strategischen Gründen vollständig niedergebrannt, damit die Bevölkerung keinen Schutz mehr darin finden konnte – eine dramatische Wendung in der Burggeschichte.

Heute ist davon zum Glück nichts mehr zu spüren: Die Altenburg wurde liebevoll restauriert und vom engagierten Förderverein Altenburg e.V. erhalten. Ein Besuch lohnt sich doppelt: anhand der eindrucksvollen Mauern und des historischen Turms, den man besteigen kann. Von oben aus bietet sich ein traumhafter Blick über Bamberg und das fränkische Umland.

Mein Eindruck: Geschichte zum Anfassen – und Genießen

Bis zur Altenburg bin ich bequem mit dem Bamberger Bus hochgefahren. Die Haltestelle befindet sich direkt vor der Burg. Dort pausiert der Bus 15 Minuten für Foto-Sujets. Fahrgästen wird ermöglicht, länger zu verbleiben und den nächsten Bus zu nehmen.

Zurück und bergab in die Stadt bin ich gestiegen: ein erheiternder Spaziergang, der sich leicht bewältigen lässt und mit unmittelbar-erfahrbarer Natur und schönen Ausblicken belohnt.

Besonders schön fand ich den Biergarten, der sich im Sommer unter alten Bäumen ausbreitet. Ein Burgbesuch lässt sich hier gemütlich ausklingen: mit einem kühlen Getränk, einer fränkischen Brotzeit und viel Atmosphäre. Der Eintritt zur Burg ist kostenlos, was sie zu einem perfekten Ausflugsziel für Familien, Geschichtsinteressierte und Genießer macht.

Aktuell: Theater auf der Burg

Wer hier im Sommer eintrifft, darf sich auf ein besonderes Erlebnis freuen: Das Theaterstück Die kleine Hexe nach Otfried Preussler wird derzeit in der Burg aufgeführt – ein stimmungsvolles Freilichttheater inmitten historischem Gemäuer. Kinder haben daran eine grosse Freude.

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Tipps für Touristen

  • Anreise: Mit dem Bus zur Altenburg – Linie 910, Haltestelle «Bamberg Altenburg»
  • Eintritt: Frei zugänglich, Spenden Willkommen
  • Öffnungszeiten: Täglich geöffnet, Biergarten im Sommer
  • Nicht verpassen: Aufstieg zum Turm und in die Theateraufführung
  • Wander-Tipp: Rückweg zu Fuß in die Altstadt; leicht bergab und sehr idyllisch.

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