Die Burg von Bad Liebenzell thront markant über dem Nagoldtal – sichtbar aus fast jeder Perspektive des charmanten Kurstädtchens. Heute wird die Anlage als Internationales Forum Burg Liebenzell genutzt, ein Begegnungszentrum für Jugend- und Erwachsenenbildung. Leider ist die Anlage öffentlich nur eingeschränkt zugänglich.
Gastronomie sucht man vergeblich, und auch meine Anfragen zu weiteren Informationen blieben unbeantwortet. So blieb mir nur der Blick von außen, der sich jedoch ebenso lohnt.


Ein steiler, aber gut begehbarer Weg führt vom naturnahen Ort hinauf zur Burg. Alternativ bestehen mehrere Wanderwege, die sich durch die bewaldeten Hänge schlängeln. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einer fantastischen Aussicht vom begehbaren Burgturm belohnt – über das Tal, den Fluss und den gesamten Ort. Die Anlage selbst wirkt gepflegt, doch ohne öffentliche Nutzung bleibt sie ein eher stiller Zeitzeuge.
Bad Liebenzell selbst bietet hingegen deutlich mehr Zugänglichkeit und Erholung. Das Städtchen ist mit der Bahn in nur 20 Minuten von Pforzheim aus erreichbar und hat sich seinen Ruf als traditionsreiches Mineralbad bewahrt. Schon im 16. Jahrhundert wurden hier die Heilquellen geschätzt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zur beliebten Kur-Oase, vor allem mit dem Bau des Kurhauses und der Erschließung der Thermalquellen.





Heute ist das Paracelsus-Thermalbad ein wahrer Anziehungspunkt: modern, stilvoll, mit abwechslungsreichen Innen- und Außenbecken, einer gelungenen Saunalandschaft und einem guten Restaurant.



Auch der angrenzende Kurpark mit Pavillon lädt zum Verweilen ein. Zudem befindet sich hier die freundliche Tourist-Info, die sogar kostenlos Wasser ausschenkt.

Etwas am hinteren Ende des Kurparks befindet sich eine wunderbare Minigolfanlage.
Kulinarisch lohnt sich der Aufenthalt ebenfalls: Im Café Schweigert genoss ich eine köstliche Schwarzwälder Kirschtorte – inklusive hauseigenem Kirschschnaps. Wer ausserdem Abwechslung liebt, findet im indischen Restaurant Veda fein gewürzte, aromatische Küche.
Fazit
Ein Zwischenstopp an der Burg lohnt sich, aber die Burgruine Zavelstein ist die Empfehlung für pure Burgenromantik:
Doch Bad Liebenzell selbst, mit seinem Thermalbad, dem Park und der guten Küche, ist auf jeden Fall eine Reise wert.
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Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.

